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Informationen zum Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken

Das Robert Koch-Insti­tut (RKI) emp­fiehlt ein gene­rel­les Tra­gen einer Mund-Nasen-Bede­ckung (MNB) in bestimm­ten Situa­tio­nen im öffent­li­chen Raum als einen wei­te­ren Bau­stein, um Risi­ko­grup­pen zu schüt­zen und den Infek­ti­ons­druck und damit die Aus­brei­tungs­ge­schwin­dig­keit von COVID-19 in der Bevöl­ke­rung zu redu­zie­ren. Die­se Emp­feh­lung beruht auf einer Neu­be­wer­tung auf­grund der zuneh­men­den Evi­denz, dass ein hoher Anteil von Über­tra­gun­gen unbe­merkt erfolgt, und zwar bereits vor dem Auf­tre­ten von Krank­heits­sym­pto­men.“

Quel­le: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20_MNB.pdf?__blob=publicationFile

Die­se Schutz­mas­ken ent­spre­chen den Qua­li­täts­an­sprü­chen der Dr. Jung Zahn­kli­nik, sind ent­spre­chend CE-zer­ti­fi­ziert (EN 149:2001+A1:2009) und kön­nen hier erwor­ben wer­den.

Link zum DENTACARE Shop: https://dentacare.de/produkt/medizinische-mund-nasenschutzmaske-10-stueck/

 

Wie funk­tio­niert wel­cher Mund­schutz?

Quel­le: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html

  1. „Com­mu­ni­ty-Mas­ken“

Com­mu­ni­ty-Mas­ken oder „DIY-Mas­ken“ sind im wei­tes­ten Sin­ne Mas­ken, die (z.B. in Eigen­her­stel­lung auf Basis von Anlei­tun­gen aus dem Inter­net) aus han­dels­üb­li­chen Stof­fen genäht und im All­tag getra­gen wer­den. Ent­spre­chen­de ein­fa­che Mund-Nasen-Mas­ken genü­gen in der Regel nicht den für Medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Schutz (2.) oder per­sön­li­che Schutz­aus­rüs­tung wie Fil­trie­ren­de Halb­mas­ken (3.) ein­schlä­gi­gen Norman­for­de­run­gen bzw. haben nicht die dafür gesetz­lich vor­ge­se­he­nen Nach­weis­ver­fah­ren durch­lau­fen. Sie dür­fen nicht als Medi­zin­pro­duk­te oder Gegen­stän­de per­sön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung in Ver­kehr gebracht und nicht mit ent­spre­chen­den Leis­tun­gen oder Schutz­wir­kun­gen aus­ge­lobt wer­den.

Trä­ger der beschrie­be­nen „Com­mu­ni­ty-Mas­ken“ kön­nen sich nicht dar­auf ver­las­sen, dass die­se sie oder ande­re vor einer Über­tra­gung von SARS-CoV‑2 schüt­zen, da für die­se Mas­ken kei­ne ent­spre­chen­de Schutz­wir­kung nach­ge­wie­sen wur­de.

  • Die Mas­ken soll­ten nur für den pri­va­ten Gebrauch genutzt wer­den.
  • Die gän­gi­gen Hygie­ne­vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re die aktu­el­len Emp­feh­lun­gen des Robert-Koch-Insti­tuts (RKI, www.rki.de) und der Bun­des­zen­tra­le für gesund­heit­li­che Auf­klä­rung (BZgA, www.infektionsschutz.de) sind wei­ter­hin ein­zu­hal­ten.
  • Auch mit Mas­ke soll­te der von der WHO emp­foh­le­ne Sicher­heits­ab­stand von min­des­tens 1.50 m zu ande­ren Men­schen ein­ge­hal­ten wer­den.
  • Beim Anzie­hen einer Mas­ke ist dar­auf zu ach­ten, dass die Innen­sei­te nicht kon­ta­mi­niert wird. Die Hän­de soll­ten vor­her gründ­lich mit Sei­fe gewa­schen wer­den.
  • Die Mas­ke muss rich­tig über Mund, Nase und Wan­gen plat­ziert sein und an den Rän­dern mög­lichst eng anlie­gen, um das Ein­drin­gen von Luft an den Sei­ten zu mini­mie­ren.
  • Bei der ers­ten Ver­wen­dung soll­te getes­tet wer­den, ob die Mas­ke genü­gend Luft durch­lässt, um das nor­ma­le Atmen mög­lichst wenig zu behin­dern.
  • Eine durch­feuch­te­te Mas­ke soll­te umge­hend abge­nom­men und ggf. aus­ge­tauscht wer­den.
  • Die Außen­sei­te der gebrauch­ten Mas­ke ist poten­ti­ell erre­ger­hal­tig. Um eine Kon­ta­mi­nie­rung der Hän­de zu ver­hin­dern, soll­te die­se mög­lichst nicht berührt wer­den.
  • Nach Abset­zen der Mas­ke soll­ten die Hän­de unter Ein­hal­tung der all­ge­mei­nen Hygie­ne­re­geln gründ­lich gewa­schen wer­den (min­des­tens 20–30 Sekun­den mit Sei­fe).
  • Die Mas­ke soll­te nach dem Abneh­men in einem Beu­tel o.ä. luft­dicht ver­schlos­sen auf­be­wahrt oder sofort gewa­schen wer­den. Die Auf­be­wah­rung soll­te nur über mög­lichst kur­ze Zeit erfol­gen, um vor allem Schim­mel­bil­dung zu ver­mei­den.
  • Mas­ken soll­ten nach ein­ma­li­ger Nut­zung idea­ler­wei­se bei 95 Grad, min­des­tens aber bei 60 Grad gewa­schen und anschlie­ßend voll­stän­dig getrock­net wer­den. Beach­ten Sie even­tu­el­le Her­stel­ler­an­ga­ben zur maxi­ma­len Zyklus­an­zahl, nach der die Fes­tig­keit und Funk­tio­na­li­tät noch gege­ben ist.
  • Sofern vor­han­den, soll­ten unbe­dingt alle Her­stel­l­er­hin­wei­se beach­tet wer­den.“
  1. Medi­zi­ni­scher Mund-Nasen-Schutz (z.B. OP-Mas­ken)

Medi­zi­ni­scher Mund-Nasen-Schutz (MNS; Operations-(OP-)Masken) dient vor allem dem Fremd­schutz und schützt das Gegen­über vor der Expo­si­ti­on mög­li­cher­wei­se infek­tiö­ser Tröpf­chen des­je­ni­gen, der den Mund­schutz trägt. Zwar schüt­zen ent­spre­chen­de MNS bei fes­tem Sitz auch den Trä­ger der Mas­ke, dies ist jedoch nicht die pri­mä­re Zweck­be­stim­mung bei MNS. Die­ser wird z.B. ein­ge­setzt, um zu ver­hin­dern, dass Tröpf­chen aus der Atem­luft des Behan­deln­den in offe­ne Wun­den eines Pati­en­ten gelan­gen. Da der Trä­ger je nach Sitz des MNS nicht voll­stän­dig durch das Vlies des MNS ein­at­met, son­dern die Atem­luft an den Rän­dern des MNS vor­bei ange­so­gen wer­den kann, bie­ten MNS für den Trä­ger in der Regel kei­nen hun­dert pro­zen­ti­gen Schutz gegen­über erre­ger­hal­ti­gen Tröpf­chen und Aero­so­len. Sie kön­nen Mund- und Nasen­par­tie des Trä­gers vor einem direk­tem Auf­tref­fen grö­ße­rer Tröpf­chen des Gegen­über schüt­zen sowie vor einer Erre­ger­über­tra­gung durch direk­ten Kon­takt mit den Hän­den.“

Die­se Schutz­mas­ken ent­spre­chen den Qua­li­täts­an­sprü­chen der Dr. Jung Zahn­kli­nik, sind ent­spre­chend CE-zer­ti­fi­ziert (EN 149:2001+A1:2009) und kön­nen hier erwor­ben wer­den.

Link zum DENTACARE Shop: https://dentacare.de/produkt/medizinische-mund-nasenschutzmaske-10-stueck/

All­ge­mei­ne Anwen­dungs­hin­wei­se zu Mund-Nasen-Schutz­mas­ken:

  • Mas­ken in der Regel nur für den ein­ma­li­gen Gebrauch geeig­net
  • Beim Abneh­men der Mas­ke weder Innen- noch die Außen­sei­te mit den Hän­den berüh­ren
  • Hän­de vor und nach dem Abneh­men der Mas­ke gründ­lich waschen
  • Sobald das Atmen durch die Mas­ke schwie­ri­ger erscheint, soll­te eine neue Mas­ke ver­wen­det wer­den
  • Mas­ke soll­te eng anlie­gen und der Nasen­bü­gel soll­te der Nasen­form ange­passt sein
  1. Fil­trie­ren­de Halb­mas­ken (FFP2 und FFP3)

Fil­trie­ren­de Halb­mas­ken (FFP) sind Gegen­stän­de der per­sön­li­chen Schutz­aus­rüs­tung (PSA) im Rah­men des Arbeits­schut­zes und haben die Zweck­be­stim­mung, den Trä­ger der Mas­ke vor Par­ti­keln, Tröpf­chen und Aero­so­len zu schüt­zen. Das Design der fil­trie­ren­den Halb­mas­ken ist unter­schied­lich. Es gibt Mas­ken ohne Aus­atem­ven­til und Mas­ken mit Aus­atem­ven­til. Mas­ken ohne Ven­til fil­tern sowohl die ein­ge­at­me­te Luft als auch die Aus­atem­luft und bie­ten daher sowohl einen Eigen­schutz als auch einen Fremd­schutz. Mas­ken mit Ven­til fil­tern nur die ein­ge­at­me­te Luft und sind daher nicht für den Fremd­schutz aus­ge­legt.“

 

Im Über­blick

Mas­ken­typ / Eigen­schaf­ten1. „Com­mu­ni­ty-Mas­ke“2. Mund-Nasen-Schutz3. Fil­trie­ren­de Halb­mas­ken
Abkürzung/SynonymDIY-Mas­ke; Behelfs-Mund-Nasen-Mas­keMNS / Ope­ra­ti­ons- (OP)MaskeFFP2 / FFP3-Mas­ke
Ver­wen­dungs­zweckPri­va­ter GebrauchFremd­schutzEigen­schutz / Arbeits­schutz
Medi­zin­pro­dukt bzw. Schutz­aus­rüs­tungNeinJaJa
Tes­tung und Zer­ti­fi­zie­rung / Zulas­sung NeinJa,
Norm DIN EN 14683:2019–6CE-Zertifikat1
Ja,
Norm DIN EN 149:2001–10CE-Zertifikat1
Schutz­wir­kungi.d.R. nicht nach­ge­wie­sen;
durch das Tra­gen kön­nen Geschwin­dig­keit des Atem­s­troms oder Spei­chel-/Schleim-Tröpf­chen­aus­wurfs redu­ziert wer­den und die Mas­ken kön­nen das Bewusst­sein für „social distancing“ sowie gesund­heits­be­zo­ge­nen acht­sa­men Umgang mit sich und ande­ren unter­stüt­zen
Schutz vor Tröpf­chen­aus­wurf des Trä­gersSchutz des Trä­gers vor fes­ten und flüs­si­gen Aero­so­len

 

 

Auf­be­rei­tung von benutz­ten Mas­ken — sehr kri­tisch zu betrach­ten

Grund­sätz­lich sind Mund-Nasen-Schutz-Mas­ken und FFP2/FF­P3-Mas­ken aus hygie­ni­schen Grün­den als Ein­weg­pro­duk­te zu benut­zen und ent­spre­chend nach ein­ma­li­ger Ver­wen­dung zu ent­sor­gen.

Die aktu­ell dis­ku­tier­ten und zuge­las­se­nen Auf­be­rei­tungs­ver­fah­ren betrach­ten wir aus hygie­ni­schen Grün­den als äußerst kri­tisch und nicht sicher genug. Sie soll­ten nur in abso­lu­ten Not­fäl­len zum Ein­satz kom­men, wenn die Schutz­aus­rüs­tung für das medi­zi­ni­sche Per­so­nal nicht mehr aus­rei­chend vor­han­den ist.

In der Dr. Jung Zahn­kli­nik ver­wen­den wir daher zu Ihrer und zu unse­rer Sicher­heit die Schutz­aus­rüs­tung nur ein­ma­lig und berei­ten sie nicht wie­der auf.

Quel­le: https://www.dgsv-ev.de/covid19/#text9

 

Hin­ter­grund­wis­sen zu Mund-Nasen-Schutz­mas­ken:

Der Haupt­über­tra­gungs­weg von SARS-CoV‑2, dem Erre­ger von COVID-19, sind fei­ne Tröpf­chen aus der Atem­luft. Im medi­zi­ni­schen Bereich und in der Pfle­ge ist ein enger phy­si­scher Kon­takt häu­fig unver­meid­bar und des­halb gehö­ren der chir­ur­gi­sche Mund-Nasen-Schutz (MNS) und soge­nann­te par­ti­kel­fil­trie­ren­de Halb­mas­ken (FFP2-/FF­P3-Mas­ke) zum Stan­dard der im Arbeits­schutz und Infek­ti­ons­schutz ein­ge­setz­ten per­sön­li­chen Schutz­aus­rüs­tung. Der wesent­li­che Unter­schied zwi­schen einem MNS und FFP2-/FF­P3-Mas­ken besteht nicht nur in der Stär­ke der Fil­ter­wir­kung der Atem­luft, son­dern im Ziel des Ein­sat­zes. Wäh­rend ein MNS pri­mär ande­re Per­so­nen vor fei­nen Tröpf­chen und Par­ti­keln in der Aus­atem­luft des­je­ni­gen schüt­zen soll, der einen MNS trägt (Fremd­schutz), ist das Ziel von FFP2-/FF­P3-Mas­ken der per­sön­li­che Schutz des Trä­gers vor Infek­tio­nen, ein­schließ­lich sol­che, die durch mikro­sko­pisch klei­ne Tröpf­chen (Aero­so­le) über­tra­gen wer­den. Die­ser Schutz ist von zen­tra­ler Bedeu­tung, um die Gesund­heit von medi­zi­ni­schem Per­so­nal und Pfle­gen­den zu erhal­ten und so eine siche­re Behand­lung und Pfle­ge ohne Infek­ti­ons­ri­si­ko zu gewähr­leis­ten. In einer aktu­el­len Stu­die konn­te gezeigt wer­den, dass auch MNS zu einer rele­van­ten Reduk­ti­on der Aus­schei­dung von Atem­wegs­vi­ren über die Aus­atem­luft führt und aus Stu­di­en zur Influ­en­za gibt es Hin­wei­se auf eine Reduk­ti­on des Anste­ckungs­ri­si­kos für gesun­de Per­so­nen in Haus-hal­ten mit einem Erkrank­ten.“

Quel­len: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20_MNB.pdf?__blob=publicationFile

Leung NHL, et al.: Respi­ra­to­ry virus shed­ding in exha­led breath and effi­cacy of face masks. Natu­re Medi­ci­ne, 2020;1 – 20

Suess T, et al.: Face­masks and inten­si­fied hand hy-gie­ne in a Ger­man house­hold tri­al during the 2009/2010 influ­en­za A(H1N1) pan­de­mic: adhe­rence and tole­ra­bi­li­ty in child­ren and adults. Epi­de­mi­ol Infect, 2011;139(12):1895 – 901

Die­se Schutz­mas­ken ent­spre­chen den Qua­li­täts­an­sprü­chen der Dr. Jung Zahn­kli­nik, sind ent­spre­chend CE-zer­ti­fi­ziert (EN 149:2001+A1:2009) und kön­nen hier erwor­ben wer­den.

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2. Mai 2020